Material – womit wir begonnen haben, lang ist’s her

Unser Lernmaterial

In den ersten Wochen haben wir eigentlich nur mit Phrasenzetteln gearbeitet, deren wesentlicher Vorteil war,  uns keine Druckkosten zu verursachen 🙂 Hat auch funktioniert!

Die Phrasenzettel sehen in etwa so aus. Auf einem A4 Blatt gehen sich zwei aus:

Deutschzettel1

Die Zettel beinhalten eigentlich viel “Stoff”, und mit großen Anfängergruppen ist es fast schon illusorisch, alles in eineinhalb Stunden zu erklären und zu üben. Allerdings sind auch immer schon Fortgeschrittenere dabei. Es gibt einen zweiten Phrasenzettel, der da mehr oder weniger anschließt. Da geht es auch mehr um Verben konjugieren üben 🙂
Dk im Park – 1

Dk im Park – 2

Sicher auch nett ist es, mit einem Personalpronomen-Würfel zu arbeiten! So können die Flüchtlinge ein Personalpronom würfeln, z.B. “Wir” und sollen dann damit einen Satz bilden.

Diese Würfel haben wir nicht, aber hier gibt’s eine Bastelanleitung, und wir freuen uns über alle, die Würfel basteln:  wuerfel-personal

Dann gibt es noch ein paar Plakate, wo z.B. die Zahlen genau erklärt sind. (Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Zahlenplakate in den Materialtaschen nicht lange halten. Wenn ihr Zeit habt, entweder ein Zahlenplakat zu basteln oder eines auszudrucken, und es dann gleich in Traiskirchen zu verwenden, wäre das super! Auf dem Phrasenzettel Anfänger sind die Zahlen von 1 bis 100 drauf – das Zahlenplakat ist die ideale Ergänzung.)

Zahlen-Plakat

Und es gibt Druckvorlagen: Zahlen von 1-100

Und es wird mehrere Materialtaschen geben. Im Park teilen wir uns dann in kleine Gruppen auf und jede Gruppe bekommt eine Materialtasche. In den Materialtaschen gibt es jedenfalls ein bisschen Papier, Stifte, einen kleinen Ball (für Frage-Antwort Spielchen) und eine Kreppbandrolle sowie ein Edding. Mit dem Kreppband und dem Edding kann man sich und den Flüchtlingen ganz leicht vor Ort Namensschilder machen.

Materialtasche

Es gibt außerdem ein Plakat zum ABC und zu deutscher Aussprache und eine große Österreichkarte, wo die Bundesländer eingezeichnet sind.

autriche48 – Die Österreichkarte

Oft wissen die Flüchtlinge gar nicht, was das Wort “Österreich” eigentlich heißt und anhand der Bundesländer kann man ziemlich anspruchsvoll Aussprache üben 😉

Abc und Aussprache

Viele Flüchtlinge wollen zuerst das Alphabet üben, obwohl die allermeisten lateinische Schrift sowieso beherrschen. Ich vermute, dass der Englischunterricht, den sie wahrscheinlich irgendwann einmal hatten, sich ganz stark am Alphabetlernen orientiert hat. Wahrscheinlich erwarten sie deshalb, dass sie beim Deutschlernen auch zuerst das Alphabet lernen müssen. Jedenfalls kann man Alphabetlernen auch sofort zum Vokabel und Aussprache Üben nützen.

Außerdem ist es sinnvoll, mit den Flüchtlingen buchstabieren zu üben. Im Umgang mit Behörden kann es ihnen leicht einmal passieren, dass sie z.B. ihren Namen buchstabieren müssen, oder dass ihnen eine Adresse buchstabiert wird.